Junge Musik-Talente überzeugen an ihren Instrumenten

Wettbewerb „Jugend musiziert“: Qualifikanten spielen in Stadtbibliothek Wolgast.

Anna Burkert (r.) spielt bei ihrer Generalprobe die Popgitarre. Marie Kathrin Wiese begleitet die Nachwuchs-Musikerin. © Beate RotherWolgast. Die jungen Talente, die sich für den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ qualifizieren konnten, präsentierten am Freitagabend in der Stadtbibliothek in Wolgast ihr komplettes Programm als Generalprobe.
Die elfjährigen Benjamin Bade, Paul Börrnert und Heidi Labahn als Akkordeontrio überspielten gekonnt kleine Fehler in ihrem Programm. Das respektierte neben den Gästen auch Musikschulleiterin Marika Guddat. Beim Landeswettbewerb in Greifswald werden 296 Teilnehmer in 146 Wertungen dabei sein. Während für das talentierte Trio in der Altersgruppe II die Teilnahme am Landeswettbewerb aus Altersgründen die höchste erreichbare Stufe ist, kämpfen die anderen zehn Teilnehmer der hiesigen Musikschule um die Qualifikation zum Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“.
Zur Vorbereitung hatte das Blockflötenquartett mit Lea Putzar, Jamie Lee Schröder, Greta Pust und Lynn Marie Bentzien in der vergangenen Woche einen Workshop in Güstrow absolviert. Das Violintrio mit Charlotta Beyrich, Xenia Quadt und Lilly Krause gastierte zur Konsultation in der Rostocker Hochschule für Musik und Theater. Violinlehrerin Annerose Kolkwitz weiß, dass ihre Schützlinge große Fortschritte verzeichnen können: „Die Workshops bildeten nun das Sahnehäubchen.“ Ebenso brillierte Mai Linh Nguyen Thi als Klaviersolistin mit Bach, Beethoven und Grieg. Ein konkretes berufliches Ziel hat die Zwölfjährige noch nicht, aber „etwas mit Musik sollte es schon sein“, sagt Thi.
Mit dem Popgitarrenvortrag von Anna Burkert hielt auch die Unterhaltungsmusik beim Preisträgerkonzert Einzug — darunter Paul McCartneys Lied „Black Bird“. Wie Marika Guddat hervorhob, gibt es in dieser Wertung umfangreiche Ausschreibungskriterien: Nur ein Stück darf „Playback“ gespielt werden, eine Eigenkomposition muss dabei sein, das Instrument muss mindestens einmal gewechselt werden und es muss eine Begleitung mitgebracht werden. Mit Marie Kathrin Wiese konnte Anna Burkert auch die letzte Forderung erfüllen und hofft, dass der Landesausscheid noch nicht das Ende ist. Landrätin Barbara Syrbe wünschte allen Nachwuchstalenten „Toi, toi, toi!“. Wohl wissend, dass Übung den Meister macht, hat sie Verständnis dafür, dass die Musikschüler sich nach den Wettbewerben auf neue Musikstücke freuen.

Beate Rother

Ostsee-Zeitung, 17.03.2014

 

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