Gelungene Generalprobe für den großen Auftritt

Musikschüler bereiten sich auf Landesfinale von „Jugend musiziert“ und Deutschen Akkordeonpreis vor

Mareike Kruse und Magdalena Reinbrecht.Wolgast (AK/olm). Das Lam­penfieber steigt: Nur noch zwei Wochen bleiben den sie­ben jungen Gitarristen, Blä­sern und Pianisten der Kreis­musikschule Wolgast- Anklam, um ihrem Programm für das Landesfinale des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ den letzten Schliff zu geben. Das traditio­nelle Preisträger-Konzert des Wolgaster Fördervereins für Kultur, Kunst und Bildung am Freitag war daher für Schüler und Lehrer eine willkommene Gelegenheit, um zu sehen, an welchen Stellen sie in den nächsten Tagen noch feilen müssen.
Gleichzeitig war es für einige die erste Chance, die Tipps umzusetzen, die die Musik­schüler bei ihren Hospitatio­nen an der „young academy“ Rostock von den Professoren bekommen haben. Während die Gitarristen Dana Hohmann, Annika Mahnke und Jessica Behn bereits im Janu­ar eine Unterrichtseinheit mit einer Rostocker Dozentin ab­solviert hatten, waren jetzt Mareike Kruse und Magdalena Reinbrecht, die vierhändig am Klavier spielen, sowie Franz Guddat mit seiner Klarinette und Jamie Lee Schröder mit der Blockflöte an der Reihe.
Alle bekamen bei ihrem Wochenend-Besuch jeweils 45 Minuten Unterricht von den Dozenten. „Dabei ging es vor allem um die Gestaltung der Stücke, aber auch um tech­nische Kniffe“, erläutert Musik­schulleiterin Marika Guddat, die selbst gestaunt hat, wie viel die Schüler aus der kur­zen Einheit mitgenommen ha­ben. Gleichzeitig habe die be­sondere Hochschulatmosphä­re für einen neuen Motivations­schub gesorgt, der gerade jetzt wichtig ist, weil die Kin­der schon so lange an den gleichen Stücken arbeiten.
Jamie Lee Schröder. Fotos: O. MinkenbergBeim Konzert waren dann auch alle konzentriert bei der Sache und lieferten eine über­zeugende Generalprobe für ihren Auftritt vor der Landes­jury vom 23. bis 25. März in Rostock. Auch die jüngsten Teilnehmerinnen des Regional­wettbewerbs durften noch ein­mal ihr Können zeigen. Josephine Beyrich, Cello, und Hen­riette Holmer, Klavier, konnten wegen einer Erkrankung kurz­fristig beim Wettbewerb und der Urkundenübergabe nicht antreten. Für den krönenden Abschluss sorgte Charlotte Kolkwitz, die es im vergange­nen Jahr bis zum Bundeswett­bewerb geschafft hatte.
Die jungen Gitarristen, Bläser und Pianisten sind allerdings nicht die einzigen Eleven der Musikschule, die sich derzeit auf einen wichtigen Wettbe­werb vorbereiten. Bereits am Sonntag haben sieben kleine Akkordeonspieler ihren großen Auftritt beim Landesausscheid des Deutschen Akkordeonpreises in Neubrandenburg. „Die­ser Wettbewerb findet alle drei Jahre statt, wenn das Akkor­deon bei ‚Jugend musiziert‘ nicht vertreten ist“, erläutert die stellvertretende Schulleite­rin Andrea Neye. Die Schüler bereiten dafür meist drei Stücke vor, wobei die Spiel­zeit von vier Minuten in der Al­tersstufe I bis zu 15 Minuten in der Altersstufe V reicht. Ma­ximal gibt es 50 Punkte. Zum Bundesfinale schaffen es Teil­nehmer mit den Prädikaten „ausgezeichnet“ und 31 bis 40 Punkten sowie „hervorragend“ und 41 bis 50 Punkten. Für die hiesigen Teilnehmer geht es laut Neye allerdings vor allem darum, Erfahrungen zu sammeln. Denn für die meisten ist es der erste Auftritt in so einem Rahmen. Mit von der Partie sind die achtjähri­gen Johann Paul Börrnert, Benjamin Bade und Heidi La­bahn. Ebenfalls in der Alters­stufe I gehen die neunjährigen Celina Isabelle Eger und Lu­kas Fischer an den Start, wäh­rend der zehnjährige Eduard Bletsch und der elfjährige Leo­nard Bühner in der Altersklas­se II spielen. Unterstützt wird der Auftritt der Kinder vom För­derverein der Musikschule, der die Teilnahmegebühr für den privaten Wettbewerb über­nommen hat.

AnzeigenKurier, 15.03.2012

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