Stimmungsvoller Advent rund um die Kirche

Zinnowitzer feiern mit viel Musik und Leckereien - Erlöse kommen Freier Schule zugute

Das Blasorchester der Kreismusikschule hatte für den Adventsmarkt in der Kirche Zinno­witz extra ein Programm einstudiert.	Foto: O. MinkenbergZinnowitz (AK/olm). Eine „Glühbirne“ zum Aufwärmen? Die konnten die Besucher des Zinnowitzer Adventsmarktes an der ev. Kirche gut ver­tragen. Denn pünktlich zum Beginn der Veranstaltung hat­te sich am Sonntag zwar der Regen verzogen, aber der Wind pfiff doch recht kalt über den Glienberg, wo sich die Be­sucher zwischen den musika­lischen Darbietungen im Got­teshaus in zwei großen Zelten bei gemütlicher Plauderei süße und deftige Leckerbissen schmecken ließen. Dazu ge­hörte auch die besagte „Glüh­birne“ - heißer Birnensaft mit einem ordentlichen Schuss Obstler.
Entstanden war die Idee für das bunte Treiben vor fünf Jahren, als es erstmals keinen klassischen Weihnachtsmarkt mehr im Ostseebad gab. „Da­mals haben wir gesagt, dann machen wir zum zweiten Ad­vent eben selbst etwas“, erinnert sich Frank Schmidt, stell­vertretender Leiter der Freien Schule und Vorstandsmitglied im Förderverein. Gemeinsam mit der Kirchengemeinde, dem Strandkorbverein und dem Ju­gendclub wurde daher der Ad­ventsmarkt ins Leben gerufen, der sich inzwischen als echter Treffpunkt etabliert hat. Ein Teil der Erlöse des Tages kommt der Erhaltung des Kirchturms zugute, der Rest wird an der Freien Schule unter anderem für Arbeitsmaterialien eingesetzt.
Die Entscheidung für den zwei­ten Advent als Termin hängt vor allem mit der Tradition der Adventskonzerte von Chor und Orchester des Wolgaster Gymnasiums zusammen, die auch diesmal wieder den stim­mungsvollen Schlusspunkt setzten. Zuvor waren aller­dings die Eleven der Kreismu­sikschule an der Reihe. Das inzwischen 25-köpfige Blas­orchester der Schule begeister­te unter Leitung von Hans-Joachim Kruse mit bekannten Melodien zur Vorweihnachts­zeit. Das Programm wurde seit Anfang November speziell für den Zinnowitzer Auftritt ein­studiert.
„Das Ensemble hat alle 14 Ta­gen gemeinsam in Wolgast ge­probt, dazu noch zweimal an den Sonnabenden“, erläutert Musikschulleiterin Marika Guddat. Welcher Kraftakt für alle Beteiligten dahinter steckt, zei­gen zwei Zahlen. Die Mäd­chen und Jungen wohnen bis 85 Kilometer voneinander ent­fernt. Zählt man alle für die Proben gefahrenen Kilometer zusammen, so kommt man auf 822. Bei den nächsten Veranstaltungen der Musik­schüler bei 21. Weihnachts­konzert in der Wolgaster Spar­kasse sowie im Karlshagener „Haus des Gastes“ stehen da­her auch wieder vor allem So­lo- und Duo-Auttritte im Vor­dergrund. Neben Weihnachts­melodien werden die Mäd­chen und Jungen auch Aus­schnitte ihrer Programme für den Regionalwettbewerb „Ju­gend musiziert“ vorstellen. Das nächste Konzert in der Zinnowitzer Kirche steht am Sonntag um 15 Uhr mit dem Ückeritzer Chor auf dem Pro­gramm. Außerdem lädt die Kir­chengemeinde am kommen­den Dienstag, 13. Dezember, um 19 Uhr zu einem Benefiz­konzert mit dem Shantychor Karlshagen in die Karlshage­ner Kirche ein.
Wie im Vorjahr ist der Erlös des Konzertes für den Einbau einer Turmuhr gedacht. Ziel des Gemeindekirchenrates ist es, dieses Vorhaben möglichst bis zum 100. Jubiläum des Gotteshauses umzusetzen, das im nächsten Juni mit einer Festwoche gefeiert wird. Dafür werden allerdings nach Auskunft von Pfarrerin Christa Heinke noch mehrere Tau­send Euro gebraucht.

AnzeigenKurier, 08.12.2011

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