„Treibsand“ treibt nicht mehr umher

Wolgaster Band arbeitet jetzt mit Musiklehrer zusammen - Erster Song soll zum Rockwettbewerb

Von unserem Redaktionsmitglied Thilo Tautz

Seit einem dreiviertel Jahr betreut Musiklehrer Thilo Holz (vorne rechts) die Gruppe 'Treibsand', zu der Maik Reis­haus, Susan Arnold, Anja Rambow, Julia Marquardt und Felix Junge (v. l.) gehören. Nicht auf dem Foto: Juliane Ott.Wolgast. Für die sechs Musiker von „Treibsand" war ihr Bandname offen­bar lange Zeit ein ungutes Omen: Irgendwie trudelten sie im vergangenen Jahr noch orientierungslos von Probe zu Probe, je nach Stimmung coverten sie Songs aus der Pop-, Soul- und Songwriter-Kiste, und hin und wieder spielten sie vor Mitschülern ihr schma­les Repertoire herunter.

Klassischer Popsong

Seit sich die Wolgaster Schülerband jedoch vor einigen Monaten dem Ge­hör und Geleit von Musiklehrer Thilo Holz anvertraut hat, geht es ernsthaf­ter zu. „Früher hatten wir überhaupt keinen Plan, haben einfach drauflos gespielt. Jetzt sagt uns 'mal jemand, was gut und was schlecht ist, und wie wir's besser machen können", freut sich Gitarristin Julia Marquardt.

Mit dem Fachmann im Rücken traut sich „Treibsand" nun auch ans Komponieren heran. Fürs Erste hat einen Part der musikalisch Erfahrens­te der Truppe übernommen: Bassist Maik Reishaus, der nebenher noch in drei anderen Wolgaster Combos die Saiten zupft. Der erste Titel aus seiner Feder - ein klassischer Popsong - heißt „Better Days" und begeisterte bei seiner Erstaufführung am vergan­genen Wochenende im Wolgaster Peenebunker das Publikum. Maik glaubt sogar, dass das Lied gut genug ist für den Landesrockwettbewerb, bei dem er „Better Days" jetzt einreichen will.

Ein zweites Stück ist auch schon in Arbeit, doch auf das Nachspielen be­rühmter Originale wie Madonna wol­len und können die Treibsand-Musi­ker vorerst nicht verzichten. „Jeder kann vorschlagen, was ihm gerade gefällt. Dann versuchen wir, das hinzu­kriegen", erklärt Sängerin Anja Ram­bow. Wie auch sonst sollten sie ihr halbstündiges Programm auf die Bei­ne stellen, mit dem sie im Sommer die Auftritte bestreiten wollen. Beim Flughafenfest in Peenemünde, wo sie gemeinsam mit ihren heimischen Kol­legen von „Main Offender" auf der Bühne stehen, wagen sich die Gymnasiasten das erste Mal außerhalb von Wolgast vor ein großes Publikum.

Auszug aus einem Artikel der OZ, Mai 2001

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