Jazzdance-Gruppe kennt keine Nachwuchssorgen

Tanzpädagoge Dietmar Schnelle weiß Eleven zu begeistern / Listen für Tanzstunden sind stets randvoll

Wolgast (OZ) - Wer in Wolgast ans Tanzen denkt, hat vorrangig ein Bild von eleganten Paartänzern vor Augen. Tanzkurse, nicht nur vor dem Abi-Ball, sondern auch für Paare jeden Alters, werden hier und da angeboten.
Dass man Tanz jedoch nicht nur mit zwei Personen im Walzertakt definieren kann, beweist die Jazzdance-Gruppe der Wolgaster Kreismusikschule. Sechs junge Damen im Alter zwischen 16 und 20 Jahren treffen sich wöchentlich unter der Leitung des Tanzpädagogen Dietmar Schnelle, um Spaß an der abgestimmten Bewegung zu haben und an neuen Choreographien zu feilen. Da heißt es dann Füße strecken, Arme gerade halten und bei allem das Lächeln nicht vergessen.
Schließlich weiß Dietmar Schnelle, worauf es ankommt. Der ehemalige Baletttänzer an der Staatsoper Berlin hat sein Leben ein Stück weit dem Tanz gewidmet und versucht nun erfolgreich, seine Begeisterung an junge Tanzeleven weiterzugeben. Seit er an die Musikschule in Wolgast kam, sind die Listen für Tanzstunden randvoll. Schon die Kleinsten, noch jünger als sechs Jahre, hüpfen gern zu klassischer oder moderner Musik im Takt.
Diese Zeit ist für die Mädchen des Jazzdance längst vorbei. Drei Mitglieder ihrer Gruppe sind schon mehr als zwölf Jahre mit von der Partie, eine Zeit, die prägt. Die Älteste unter ihnen, Anja Rambow, die in diesem Jahr ihr Abitur gemacht hat, bewarb sich schon des öfteren bei Castings, um später vielleicht als Darstellerin bei einem Musical mitzuwirken (OZ berichtete). Dies jedoch bedeutet für die restlichen Tänzerinnen, dass sie entweder ein neues Mitglied einarbeiten oder aber die gesamte Choreographie umstellen müssen beides keine leichte Aufgabe.
Der vorerst letzte gemeinsame Auftritt der Gruppe vor der Sommerpause man konnte sich übrigens trotz vieler Ideen noch auf keinen Namen einigen wurde das Turnier des Breitensportpokals in Greifswald. Dort bewiesen die Wolgasterinnen, dass sie auch ohne eine Bewertung durch Punktrichter durchaus ihr Bestes geben und die Zuschauer mit flotten Rhythmen begeistern können.
Ein wenig Wehmut herrschte dann bei der Abschiedsfeier in der letzten Trainingsstunde schon, aber unter Lachen plante man die Fortsetzung des gemeinsamen Tanzens spätestens mit dem perspektivischen Eintritt in die wohlverdiente Rente.
K. K.

Ostsee-Zeitung, 18.07.2003

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