Probieren weckt Lust am Musizieren

Am Wochenende lud die Kreis­musikschule Interes­senten zum Ausprobie­ren ein.

WOLGAST (AZ). Auf die Pauke hauen konnte, wer wollte, am Sonnabend in der Kreis-Musik­schule Wolgast. Zum „Tag der offenen Tür“ waren Eltern und Kin­der geladen. Statt Tisch und Bänke warteten in den Räumen Instrumente darauf, kennen ge­lernt zu werden. Das sollte bei den Kleinen die Lust auf eine Musikausbildung wecken. Ringo musste man da nicht lange bit­ten. Mit diesem Namen hat er den Drummer der Beatles, Ringo Starr, ganz zweifellos zum Vor­bild. Dass Ringo dann doch ganz ehrfurchtsvoll von den Trommelstöcken Gebrauch machte, lag aber am Schlagzeuger des Kinderorchesters der Musik­schule.
Ringo ist vom Schlagzeug sichtlich begeistert. Doch Richardt (Mitte) und Jonas wollen nicht nur Staunen, sondern auch mal selbst die Stöcker in die Hand nehmen.	FOTO: A. ZECHERDas hatte zuvor eine knapp einstündige Probe seines Kön­nens abgeben. Unter der Diri­gentschaft von Andrea Neye bo­ten die Schülerinnen und Schü­ler die musikalische Umrah­mung für eine Zirkusvorstel­lung. Und was da eine Attrak­tion sein will, darf durch einen Trommelwirbel angekündigt werden. Aber den muss Ringo noch üben. Die Lust dazu scheint er jedenfalls zu haben. Und das gilt nicht nur für ihn.
Dann haben die „alten Hasen“ an Klavier und Akkordeon, Gi­tarre und Querflöte, mit Violine und Schlagzeug ihren „Auftrag“ erfüllt. Die Woche der offenen Tür findet in der Musikschule schon zum wiederholten Male statt, und es gibt offenbar keine bessere Werbung für neue Inte­ressenten als die Kunstbeweise der nur um ein paar Jahre älte­ren Schüler.
Denise Hartmann, Leiterin der Einrichtung, ist mit ihren Kolleginnen und Kollegen auf der Suche nach neuen Talenten und Interessenten. Und das, ob­wohl der „bereits bestehende Be­darf riesengroß ist und die War­teschlangen lang sind“, sagt sie. Wer Glück hat und „rein­rutscht“, der kann an acht Orten des Landkreises unterrichtet wer­den.
Von Montag bis Donnerstag sind die Musikschullehrer unter­wegs. Die Kosten für einen Mu­sikschulplatz werden zu je ei­nem Drittel durch eine Gebüh­renerhebung sowie je einen Zuschuss des Landkreises und des Bildungsministeriums gedeckt. Der Verband deutscher Musik­schulen schätzt, dass etwa zehn Prozent der Kinder im Nordos­ten eine öffentliche Musikschule besuchen. Der monatliche finanzielle Aufwand für Eltern wird mit rund 30 Euro angegeben.

NordKurier, 11.05.2009, AZ

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