Junge Musiker jazzten in Pubs von Koszalin

Von DIETER BUTENSCHÖN


Ostvorpommern. Schon seit ge­raumer Zeit gibt es enge Verbin­dungen zwischen dem Jazzverein der Insel Usedom und der polni­schen Stadt Koszalin, dem frühe­ren Köslin. Das dortige internatio­nal bekannte Jazzfestival zieht Jahr für Jahr auch die Insulaner an, im Gegenzug waren schon mehrere polnische Gruppen zu Gast beim Usedomer Jazzfest. Von diesen Kontakten profitierten nun auch einige Schüler der Kreis­musikschule Ostvorpommern, denn durch die Vermittlung von Waldemar Kühn, dem Vorsitzen­den des hiesigen Vereins, und Vor­standsmitglied Lothar Wilke hat­ten sie die Möglichkeit, in Kosza­lin im vergangenen Monat an einem Jazz-Workshop für Musik­schüler und -studenten teilzuneh­men.
Am Mittwoch gaben Konrad Kolkwitz, Christoph Dallmann, Florian Reu­schel und Tobias Perenthaler (v. l.) eine Probe ihres Könnens. Dabei war manches in Koszalin Gelernte nicht zu überhören. Foto: D. ButenschönFür Tobias Perenthaler (Schlag­zeug), Monique Marschalek (Kla­vier/Gesang), Florian Reuschel (Klavier), Sebastian Schulz (Kla­vier), Christoph Dallmann (Gitarre) und Konrad Kolkwitz (Kontrabass) waren es vier anstrengende, schöne und vor allem viel Hand­werkliches vermittelnde Tage in Koszalin. Neben den täglichen Workshops war es wohl besonders die bisher nicht gemachte Erfah­rung von abendlichen Auftritten im Combo-Verband in Pubs und Clubs der polnischen Stadt, bei de­nen die jungen Leute aus Ostvor­pommern einen Eindruck von der Jazzbesessenheit der Polen beka­men und, nachdem sie ihre anfängliche Aufregung überwunden hat­ten, „unwahrscheinlich viel ge­lernt haben und eine Menge Spaß hatten“, wie es Tobias Perenthaler auf den Punkt brachte.
Bei einem Treffen von Work­shop-Teilnehmern mit Vertretern des Jazz-Vereins am Mittwoch­abend im Wolgaster Haus der Kreis-Musikschule sagte Andrea Neye Waldemar Kühn und Lothar Wilke Dank für ihre Bemühungen in dieser Sache. Kühn und Wilke wiederum bedauerten, dass es der­zeit an der Musikschule Ostvorpommern nicht möglich ist, eine spezielle Jazz-Ausbildung ins Le­ben zu rufen. Um dem wenigstens ein wenig abzuhelfen, regten sie an, mit der Musikschule in Swinemünde Verbindung aufzuneh­men, wo dieser Musikrichtung gro­ße Aufmerksamkeit gelte. Zu­gleich sprachen sie sich anerken­nend darüber aus, wie schnell und unbürokratisch von der hiesigen Schule die Teilnahme der sechs Schüler an der Veranstaltung in Koszalin ermöglicht wurde. Beson­ders der Einsatz des Lehrers Thilo Holz wurde in diesem Zusammen­hang gewürdigt.

Ostsee-Zeitung, 13.11.2009, DB

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