Eleven stimmen aufs Fest ein

Gelungene Ratssaal-Premiere für das traditionelle Weihnachtskonzert der Musikschule

Ganz in Familie: Musikschulleiterin Marika Guddat spielte mit ihrem Sohn Franz und Tochter Anne ein Weihnachtslied von Rolf Zuckowski. Die 15-jährige Anne hatte außerdem die Mode­ration des Konzertes übernommen.	Fotos: O. MinkenbergWolgast (AK/olm). Der Um­zug hat sich gelohnt. Statt des Saals in der Bahnhofstraße, in dem sich doch nie so ganz die Schulatmosphäre abschüt­teln lässt, bildete am Sonn­abend um 18 Uhr erstmals der Ratssaal im Kornspeicher den stimmungsvollen Rahmen für das traditionelle Weih­nachtskonzert der Kreismusik­schule in Wolgast. Ähnlich wie in Anklam, wo bereits am Nachmittag 35 Schüler in der Aula des Gymnasiums unter­hielten, konnten sich auch die 20 jungen Interpreten in Wol­gast über nahezu voll be­setzte Reihen freuen.
Natürlich stellten erneut die El­tern und Geschwister der Mu­sikschüler den Großteil des Publikums, doch es gab auch einige, die offensichtlich den Weg vom benachbarten Weih­nachtsmarkt in den Ratssaal gefunden hatten. Geboten wurde dem Publikum ein an­spruchsvolles und abwechs­lungsreiches Programm, das Solo-Darbietungen, Duos und Trios, jüngere und ältere Schü­ler harmonisch kombinierte. Musikalisch reichte das Spek­trum von Johann Sebastian Bachs Präludium c-moll aus dem wohltemperierten Klavier mit Friederike Szigat und Beet­hovens Klavier-Sonate c-moll mit Charlotte Kolkwitz über von Monique Marschalek und Nadine Seifert gesungene traditionelle Weihnachtslieder bis „A blues day in brazil“ mit Pau­line Klein und Laura Mucke. Für das Gitarren-Duo war der Auftritt gleichzeitig Teil ihrer Vorbereitung auf den Regional­wettbewerb „Jugend musiziert“ im Januar. Das galt auch für Lotta Beyrich, die fünf Tänze von Leopold Mozart auf der Geige spielte, für Franz Guddat, Klarinette, und Janine Richter, Klavier, die den Polar­stern von Glinka leuchten lie­ßen, sowie für Christopher Siebert. Mit seiner Interpretation des Stücks „B.B. Brel-Bach“ auf dem Akkordeon, sorgte er für einen der Höhepunkte des Konzertes. Zwischen stakkato-artigen Passagen und Klän­gen, die an eine Kirchenorgel erinnerten, wurde die ganze Vielseitigkeit dieses Instrumen­tes deutlich.
Christoph Siebert zeigte am Akkordeon die ganze Vielfalt die­ses Instruments und sorgte für einen der Höhepunkte des Musikschulkonzertes.Buchstäblich familiär ging es zum Ende des Programms zu, als Musikschulleiterin Marika Guddat gemeinsam mit ihrer 15-jährigen Tochter Anne und dem zehnjährigen Sohn Franz auftrat. Mit dem Titel „Inseln der Stille“ von Rolf Zuckowski wünschten sie den Zuhörern „mehr Weihnachten“ und weck­ten vielleicht in dem einen oder anderen auch die Lust, mal wieder gemeinsam mit den Angehörigen zu musizie­ren. Als Belohnung für das ge­lungene Programm konnten sich die Musikschüler übrigens nicht nur über einen Weih­nachtsmann, sondern auch über einen gut mit Spenden gefüllten Geigenkasten am Ausgang freuen.

AnzeigenKurier, 17.12.2009, Olm

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