Starke Nerven bei der Generalprobe

Der Regio­nalwettbewerb „Jugend musiziert“ wirft seine Schatten voraus: Gene­ralprobe mit Inselflair.

Lilly Krause gehört mit ihren gerade mal 9 Jahren auf der Violine zu den hoffnungsvollen ostvorpommerschen Talenten. FOTO: M.GUDDATOSTVORPOMMERN (OLA). Ein ganz be­sonderes Ambiente hatte die Kreis­musikschule Ostvorpommern dies­mal für die Generalprobe zum Re­gionalwettbewerb „Jugend musiziert“ gewählt. Im Atelier Otto Niemeyer-Holstein stellten sich am Freitagabend 28 der insgesamt 32 Teilnehmer mit einem Ausschnitt ihres Programms dem Publikum vor, das zum großen Teil aus Eltern und Geschwistern bestand. Doch auch andere Musikfreunde hatten den Weg nach Lüttenort gefunden, so dass die Museumsmitarbeiter so­gar noch zusätzliche Stühle in die Galerie räumen mussten.
„Die Schüler und Lehrer investie­ren viel Zeit und Fleiß in die Vorbe­reitung auf den Wettbwerb“, be­tonte Musikschulleiterin Marika Guddat, die gemeinsam mit dem Publikum viele gelungene Vor­träge zu hören bekam. Dabei reichte das Spektrum von beiden jüngsten Gitarristen Lina-Sofie Nadler und Alexander Jarling bis zum kunstvollen Akkordeonspiel von Christopher Siebert als ältestem Teilnehmer. Von den ausgeschrie­benen Wettbewerbskategorien be­setzt die hiesige Kreismusikschule diesmal die Instrumente Akkor­deon solo, Violine solo, Duo Klavier und Blasinstrument sowie Gitarre­nensemble.
Letzteres zählt bekanntlich seit Jahren zu den Stärken in Ostvor­pommern, so dass in dieser Katego­rie gleich sechs Duos und ein Trio an den Start gehen. Einige, wie Jose­phine Walther und Angelique Rich­ter sind dabei mit sieben beziehungsweise sechs Teilnahmen be­reits „alte Hasen“. Dagegen wird der Auftritt vor der Jury in Greifs­wald für elf Musikschüler eine Pre­miere sein. Kein Wunder, dass die Aufregung groß war. „Man sagt ja, dass kleine Dinge, die bei der Gene­ralprobe daneben gehen, bei der Premiere um so besser klappen und es ist ja noch eine Woche Zeit“, machte Marika Guddat den kleinen Musikern Mut. Zum Abschluss gab es für alle vom Förder­verein ein kleines Glücksschwein als Talisman und eine Schokolade als Nervennahrung - da kann doch am kommenden Wochenende ei­gentlich nichts mehr schiefgehen!

Nordkurier, 25.01.2010, OLA

© 2010-2019 Kreismusikschule Wolgast-Anklam
Joomla theme by hostgator coupon