Freie Schule lädt zum Schnuppern ein

Über 100 Neugierige aus der Re­gion nutzten den Tag der offenen Tür in der Freien Schule Zinnowitz, um sich über die Ange­bote zu informieren.

VON TANJA NEUBERT


Durch die gute Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule in Wolgast entstand an der Freien Schule Zinnowitz auch eine Bläsergruppe. Ihre Mitglieder ga­ben am Tag der offenen Tür einige Kostproben ihres Könnens.	FOTO: T.NEUBERTZINNOWITZ. Zu den über 100 Besu­chern beim Tag der offenen Tür an der Freien Schule Zinnowitz ge­hörte auch die zehnjährige Yasmine Körner. Sie war mit ihren El­tern aus Neu Boltenhagen gekom­men, um einen ersten Blick in den Klassenraum zu wagen, in dem sie ab dem neuen Schuljahr alles beige­bracht bekommen wird, was eine Fünftklässlerin auf dem Weg ins Le­ben benötigt.
Diesen Schritt macht sie nicht al­lein. Mit ihr werden weitere 48 Mädchen und Jungen die fünfte Klasse an einer Schule beginnen, die sich als integrierte Gesamt­schule versteht und sich nicht als elitäre Privatschule gesehen wer­den will. „Natürlich müssen wir als Schule in einer freien Trägerschaft auch Schulgeld verlangen. Aber mit einem monatlichen Unkosten­beitrag von maximal 80 Euro lie­gen wir weit unterhalb von ande­ren selbstständigen Schulen“, sagt Schulleiterin Martina Färber und fügt hinzu, „dass dieser Betrag bis auf 30 Euro sinken kann - je nach finanzieller Situation der Eltern.“ Trotzdem soll die Klassenstärke nicht mehr als 16 Schüler und be­tragen.
Um so mehr freut sich das Kolle­gium über die große Anzahl von eh­renamtlichen Helfern, die mit ih­rem Einsatz die fakultativen Kurse wie Modellbau, kreatives Schrei­ben, Keramik oder auch Tischten­nis ermöglichen. Auch die Koopera­tionspartner sind ein wichtiger Be­standteil der Schule. So gibt es eine enge Zusammenarbeit mit der Kreismusikschule in Wolgast, in dessen Ergebnis eine Bläsergruppe entstand. Der Chor unter Leitung von Ellen Kruse hat nicht nur bei „Zinnowitzer für Zinnowitz“, son­dern auch bei Auftritten in der Ad­ventszeit einen Teil der Unterstüt­zung eindrucksvoll zurückgege­ben. Als Mittagsverpflegung der Schüler gibt es neben zwei Wahlessen täglich ein Salatbüfett sowie Fruchtsäfte.
Für die nächsten Jahre hat sich die Schulleitung anspruchsvolle Ziele gesetzt. So will man ab 2014 das Erlangen der Hochschulreife er­möglichen. Für dieses Projekt läuft die Planungsphase. Schließlich werden dazu weitere Räumlichkeiten benötigt, um das Konzept „eine Klasse - ein Raum“ beizubehalten. Das alles hat die Eltern von Yasmine bewegt, nicht nur ihre Toch­ter in Zinnowitz anzumelden. In zwei Jahren wird auch Bruder Jonas die freie Schule besuchen.

NordKurier, 05.03.2010, T. NEUBERT

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