Märchenhafter Tag für kleine Musikanten

Viele interessierte Kinder probieren in Wolgast Instrumente aus

Für Lennard Schubbe steht schon fest, dass er Geigenunter­richt nehmen will.Wolgast (AK/olm). Einen buchstäblich märchenhaften Vormittag erlebte am Sonn­abend die Kreismusikschule in Wolgast. Denn beim Vorschulkonzert zur Eröffnung der Woche der offenen Tür gaben sich unter dem Motto „Dornrös­chens Geburtstag“ viele be­kannte Figuren aus den Mär­chen der Gebrüder Grimm ein Stelldichein. Nachdem die klei­nen „Ballettmäuse“ die seit 100 Jahren schlafende Prin­zessin geweckt und mit einem ersten Tanz gefeiert hatten, bekamen die jungen Musiker des kleinen Orchesters ihren großen Auftritt. Die meisten Interpreten waren dabei nicht viel älter als die vielen Vor­schulkinder im Saal, in den wegen des großen Andrangs noch zusätzliche Hocker und Matten für die kleinen und großen Zuschauer hereinge­räumt werden mussten.
Das Dornröschen-Konzert mit bekannten Märchenmelodien war ein gelungener Auftakt für den Tag der offenen Tür an der Musikschule in Wolgast.	Fotos: O. MinkenbergKein Wunder, dass das Lam­penfieber auf der Bühne deut­lich spürbar war. Doch egal, ob Darlyn Olbrich als Rotkäpp­chen an der Gitarre, Wald­männchen    Anna-Sabrina Radicke mit der Klarinette, Ra­punzel Elena Dinne am Kla­vier oder die Querflöte spielen­de Frau Holle Luise Mark, Madlene Reincke von den Bre­mer Stadtmusikanten auf der Blockflöte und Rumpelstilz­chen Eduard Bletsch auf dem Akkordeon - alle bekamen ver­dient viel Applaus für ihre ge­lungenen Darbietungen. Mit dem meisten Beifall wurden die beiden Jüngsten - Helene Mark als gestiefelter Kater am Cello und Max-Robin Schulz als Hänsel an der Geige - be­lohnt. Die Sängerinnen Laura Traulsen, Lea Krüger, Saskia Herrmann und Carolin Klettke animierten indes so manchem im Publikum zum Mitsingen oder -summen. „Die bekann­ten Märchenmelodien kom­men sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern immer gut an“, weiß Musikschulleite­rin Marika Guddat. Kein Wunder, dass sie von erfahrenen Vorschulkonzertbesuchern an­schließend hörte, dass dies eines der schönsten Program­me der vergangenen Jahre war.
Dicht umlagert war zeitweise der Konzertflügel von Klavier­lehrerin Agnes Rabast.Sobald der letzte Ton verklun­gen war, ließen sich die Mäd­chen und Jungen denn auch nicht lange bitten und stürm­ten die Unterrichtsräume, um die verschiedenen Instrumente auszuprobieren. Dicht umla­gert war zum Beispiel der Flü­gel, an dem Agnes Rabast die Kleinen ins ABC des Klavierspielens einführte. Dagegen genossen es wie gewohnt vor allem die Jungen, an den Schlagzeugen so richtig auf die Pauke zu hauen. Doch auch bei den Holz- und Blech­bläsern, Akkordeon oder Strei­chern sowie dem Dauerbren­ner Gitarre herrschte reges Treiben. Und so mancher Steppke war sich schon auf dem Weg zum Kuchenbasar des Fördervereins ganz si­cher, welches Instrument er ab September lernen möchte.

AnzeigenKurier, 29.04.2010, OLM

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