Probenfreizeit lockt viele „Wiederholungstäter“

Intensive Tage in Peenemünde eröffnen Saison der Adventskonzerte für Musikschüler

Franziska Pieper, Paula Neumann, Heidi Labahn, Josia Lieder, Celina Eger, Paul Börrnert und Niklas Augustin sowie ihre Lehrer Andrea Neye, Cathleen Holz und Krzysztof Naklicki hatten viel Spaß in Peenemünde.	Foto: O. MinkenbergPeenemünde (AK/olm). Zu­sätzliches intensives Üben am Sonnabend, wenn andernorts die ersten Adventsmärkte locken? Dass es dabei im Peenemünder Schullandheim dennoch keine langen Gesich­ter gab, lag vor allem am Spaß, mit dem Jung und Alt gemeinsam bei der Sache wa­ren. Seit 2004 ist die Proben­freizeit der Kreismusikschule Ostvorpommem im herbst­lichen Peenemünde Tradition. Diesmal nutzten insgesamt rund 60 Kinder und Jugend­liche gemeinsam mit den Leh­rern diese Gelegenheit zum gemeinsamen Musizieren, von denen 45 auch im Schulland­heim übernachteten.
„Im normalen Unterrichtsalltag können wir solche Arbeit mit größeren Ensembles wegen der vielen Unterrichtsorte und langen Fahrtstrecken kaum anbieten“, schilderte Musikschul­leiterin Marika Guddat. Umso mehr bedeuten solche Projek­te wie die drei Tage in Peene­münde, an denen Mädchen und Jungen zwischen sieben und 16 Jahren zusammen­spielten. Das zeigt sich laut Guddat auch in der großen Zahl der „Wiederholungstäter“. Rund die Hälfte der Teilneh­mer war bereits zum zweiten oder dritten Mal dabei.
„Diesmal hatten sich aber auch relativ viele jüngere Schüler gemeldet“, so die Schulleiterin. Erstmals gab es zudem neben dem normalen Probenlager einen Workshop des neuen deutsch-polnischen Akkordeon-Ensembles, zu dem fünf Schüler und zwei Lehrer aus Swinemünde nach Peenemünde gekommen wa­ren. Bekanntlich gibt es seit dem Sommer auf beiden Seiten der Grenze Bemühungen, die zu DDR-Zeiten gepflegte Zusammenarbeit wieder auf­leben zu lassen. „Das hängt natürlich immer von unseren fi­nanziellen Möglichkeiten ab“, erläutert Guddat. Die jetzige Probenfreizeit sei nur dank der Unterstützung durch das Land und die Pomerania mög­lich.
Neben den Akkordeon-Spie­lern probten von Donnerstag bis Sonntagvormittag auch rund 20 Bläser und fünf Strei­cher in Peenemünde, wäh­rend die traditionell starke Gi­tarren-Fraktion den Rest der Teilnehmer stellte. Die älteren Teilnehmer aller Instrumente bildeten zudem ein kleines „Or­chester Kunterbunt“, das spe­ziell den weihnachtlichen Part für das abschließende Konzert am Sonntag um 11 Uhr in der Mölschower Kulturscheune einstudierte. Dabei erklangen auch einige klassische Stücke und Tänze. „Es war ein sehr schönes Konzert, die intensi­ven Proben haben sich wirk­lich bezahlt gemacht“, schätz­te die stellvertretende Musik­schulleiterin Andrea Neye an­schließend ein. So seien die Mädchen und Jungen sehr konzentriert bei der Sache ge­wesen, auch wenn die Tempe­raturen in der Kulturscheune nicht optimal für ein Konzert waren.
Die Akkordeon-Spieler haben ihren nächsten Auftritt übri­gens bereits am morgigen Freitag im Wolgaster Museum „Kaffeemühle“. Beim Weih­nachtskonzert um 17 Uhr spie­len das Ensemble sowie Solis­ten auch schon einige Stücke, mit denen sie im Januar am Wettbewerb „Jugend musi­ziert“ teilnehmen werden.

AnzeigenKurier, 02.12.2010

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