Daumendrücken für den Wettbewerb

Aufregung macht bei der Generalprobe vor allem den Jüngsten zu schaffen

Margarethe Becker und Max-Robin Schulz war die Aufregung deutlich anzumerken.Koserow (AK/olm). Das Lam­penfieber war unverkennbar. Vor allem bei den jüngsten Interpreten ging bei der Gene­ralprobe für den Regionalwett­bewerb „Jugend musiziert“ im Atelier Otto Niemeyer-Holstein in Lüttenort noch der eine oder andere Tastenanschlag oder Griff in die Saiten dane­ben. Doch die Sechs- bis Neunjährigen kämpften tapfer um jeden Ton gegen ihre Auf­regung und wurden mit auf­munterndem Applaus bedacht. „Die abschließende Probe in der Musikschule ist bei allen sehr gut gelaufen. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass die Kinder lernen, auch mit der At­mosphäre eines größeren Kon­zertes umzugehen“, machte Musikschulleiterin Marika Guddat deutlich, die optimistisch ist, dass die Mädchen und Jungen bis zum Auftritt vor der Jury am Wochenende in Greifswald noch den einen oder anderen Schnitzer aus­merzen können.
Laura Mucke erreichte 2010 den Landeswettbewerb als Gitar­ristin. Jetzt tritt sie in der Kategorie Gesang an.Etliche der älteren Schüler zeigten schon in Lüttenort überzeugende Auftritte, bei denen auch die Freude deut­lich wurde, die sie am Musizie­ren haben. Doch für die „alten Hasen“ gibt es ebenfalls manch neue Herausforderung. So tritt Laura Mucke, die im Vorjahr als Gitarristin mit ihrer Partnerin Pauline Klein bis zum Landeswettbewerb kam, diesmal in der Kategorie Ge­sang an. Jannika Kraft, die ge­meinsam mit Christoph Lewke, Saxophon, 2010 sogar den Sprung zum Bundeswett­bewerb schaffte, stellt sich diesmal als Solo-Pianistin der Konkurrenz. In dieser hart um­kämpften Kategorie will sich auch Charlotte Kolkwitz durch­setzen. Die Wolgasterin, die seit vier Jahren zusätzlichen Unterricht am Rostocker Kon­servatorium und der Young Academy Rostock erhält, liefer­te mit ihrem ausdrucksstarken, gefühlvollen Spiel den wohl besten Beitrag des Konzertes. Entsprechend der diesjährigen Wettbewerbskategorien war das Programm im Atelier von Klavier, Streichern und Ge­sang bestimmt. Außerdem sorgten Akkordeon, Klarinetten sowie die Kombination aus Querflöte und Klarinette für Ab­wechslung. Auch die erstmals als Wettbewerbskategorie aus­geschriebene E-Gitarre war vertreten.
Clara Liesong und Franz Guddat treten bei den Bläser-Ensembles an. Fotos: O. MinkenbergDa jeder Teilnehmer Stücke aus zwei Epochen spielen muss, war auch das inhalt­liche Spektrum weit gefächert und reichte vom Purcell-Menuett über Kompositionen von Mozart, Schumann und Men­delssohn bis zum Lied von „Fuchs und Hase“ oder einem Song des holländischen Gitar­risten Olaf Tarenskeen. Nach dem schwungvollen „Raus­schmeißer des Klarinetten-Trios gab es schließlich für alle Interpreten einen Hand­wärmer gegen die kalten Fin­ger vor dem Auftritt sowie Schokolade als Nervennah­rung „Ich hoffe, dass am Wochenende alle Teilnehmer ihr Bestes zeigen können und sich das auch in den erzielten Punkten niederschlägt“, so Guddat.

AnzeigenKurier, 27.01.2011

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