Märchenhafter Tag für kleine Musikanten
Viele interessierte Kinder probieren in Wolgast Instrumente aus
Wolgast (AK/olm). Einen buchstäblich märchenhaften Vormittag erlebte am Sonnabend die Kreismusikschule in Wolgast. Denn beim Vorschulkonzert zur Eröffnung der Woche der offenen Tür gaben sich unter dem Motto „Dornröschens Geburtstag“ viele bekannte Figuren aus den Märchen der Gebrüder Grimm ein Stelldichein. Nachdem die kleinen „Ballettmäuse“ die seit 100 Jahren schlafende Prinzessin geweckt und mit einem ersten Tanz gefeiert hatten, bekamen die jungen Musiker des kleinen Orchesters ihren großen Auftritt. Die meisten Interpreten waren dabei nicht viel älter als die vielen Vorschulkinder im Saal, in den wegen des großen Andrangs noch zusätzliche Hocker und Matten für die kleinen und großen Zuschauer hereingeräumt werden mussten.
Kein Wunder, dass das Lampenfieber auf der Bühne deutlich spürbar war. Doch egal, ob Darlyn Olbrich als Rotkäppchen an der Gitarre, Waldmännchen Anna-Sabrina Radicke mit der Klarinette, Rapunzel Elena Dinne am Klavier oder die Querflöte spielende Frau Holle Luise Mark, Madlene Reincke von den Bremer Stadtmusikanten auf der Blockflöte und Rumpelstilzchen Eduard Bletsch auf dem Akkordeon - alle bekamen verdient viel Applaus für ihre gelungenen Darbietungen. Mit dem meisten Beifall wurden die beiden Jüngsten - Helene Mark als gestiefelter Kater am Cello und Max-Robin Schulz als Hänsel an der Geige - belohnt. Die Sängerinnen Laura Traulsen, Lea Krüger, Saskia Herrmann und Carolin Klettke animierten indes so manchem im Publikum zum Mitsingen oder -summen. „Die bekannten Märchenmelodien kommen sowohl bei den Kindern als auch bei den Eltern immer gut an“, weiß Musikschulleiterin Marika Guddat. Kein Wunder, dass sie von erfahrenen Vorschulkonzertbesuchern anschließend hörte, dass dies eines der schönsten Programme der vergangenen Jahre war.
Sobald der letzte Ton verklungen war, ließen sich die Mädchen und Jungen denn auch nicht lange bitten und stürmten die Unterrichtsräume, um die verschiedenen Instrumente auszuprobieren. Dicht umlagert war zum Beispiel der Flügel, an dem Agnes Rabast die Kleinen ins ABC des Klavierspielens einführte. Dagegen genossen es wie gewohnt vor allem die Jungen, an den Schlagzeugen so richtig auf die Pauke zu hauen. Doch auch bei den Holz- und Blechbläsern, Akkordeon oder Streichern sowie dem Dauerbrenner Gitarre herrschte reges Treiben. Und so mancher Steppke war sich schon auf dem Weg zum Kuchenbasar des Fördervereins ganz sicher, welches Instrument er ab September lernen möchte.
AnzeigenKurier, 29.04.2010, OLM
